Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ihr Kind den Glauben an sich selbst behält, wenn es groß wird und dabei niemals vergisst, was seine wahren Träume sind.

FĂĽhlen

Bewerten Sie die Bilder der Kinder NICHT, sie sind Ausdruck ihrer Stimmung, BedĂĽrfnisse und GefĂĽhle
Wir Erwachsenen verbieten uns häufig GefĂĽhle auszudrĂĽcken. Tränen stellen fĂĽr viele dabei sogar ein Zeichen von Schwäche dar. Wir unterdrĂĽcken die Tränen der Freude, der Angst und der Trauer gern, denn wir haben gelernt, nach auĂźen ein souveränes Bild von uns abzugeben. Stellen sie sich vor, sie selbst haben Wut auf eine Person, weil sie Sie bloĂźgestellt hat und dann kommt eine gute Freundin die Ihnen sagt, es sei vollkommener Unsinn wĂĽtend wegen dieser Person zu sein, sie sei es eh nicht wert und es stimme nicht, was sie gesagt hat… Aber Sie fĂĽhlen jetzt gerade diese Wut, die Wut ist präsent, dann ist es doch völliger Quatsch dieses GefĂĽhl kĂĽnstlich zu unterdrĂĽcken! Zudem fĂĽhlen Sie sich sicher nicht ernstgenommen, wenn man Ihnen sagt Sie dĂĽrften nicht fĂĽhlen, was Sie tatsächlich fĂĽhlen.
â—Š Was antworten Sie dann, wenn die Kinder fragen, ob Sie, liebe Mama, das Bild gut finden?
Geben Sie die Frage einfach zurück: Wie gefällt es dir? Was hast du beim Malen erlebt? Was hat dir dabei Freude bereitet?

Erfahrungen

Gefühle gehören zum Ausdruck der Gesamtverfassung des Kindes. Sie zeigen sie offen und unverblümt, wenn Eltern bisher Raum dazu gelassen haben und nicht versuchen, sie zu unterdrücken. Ich freu mich mit jedem Kind, das glücklich und stolz sein Bild mit nach Hause trägt. Aber es darf auch mal anders sein. Auch Kinder sind nicht immer zufrieden mit dem was sie gemalt haben, weil durch die Schule die Bilder Bewertungskriterien unterliegen, obwohl Kreativität etwas völlig Freies ist. Kinder dürfen auch mal einen schlechten Tag haben. Ich werde Ihr Kind nicht dazu überreden, das Bild “besser” hinzukriegen und trotzdem dabei unterstützen, falls es das möchte, das beste draus zu machen.  Mir ist wichtig, Ihr Kind in der eigenen Art des Malens und des Seins zu begleiten und den persönlichen Ausdruck zu fördern.
Wichtig ist, dass alle Gefühle in jedem Moment ausgedrückt werden dürfen. Auch Wut darf raus!!! Später kann alles wieder anders aussehen. Wird Wut unterbunden, also nicht ausgelebt, toben am Ende viele “Wüteriche” in den Köpfen der Kinder und irgendwann halten die Kinder den Druck nicht mehr aus und flippen aus. Das kennen wir Erwachsenen auch, wenn wir jahrelang etwas dulden, was wir eigentlich nicht mögen. Wir schlucken bis das Fass überläuft. Das kann zu Aggression, Ängsten, Depression… führen. Dazu braucht man nur lange genug durchhalten.
Bitte lassen Sie die Gefühle der Kinder zu und Ihre eigenen am besten auch… So sind Sie eine authentische Mama und ein echter Papa, das mögen die Kinder, denn damit fühlen sie sich sicher!

UnterstĂĽtzung

Die Kinder arbeiten in einem bestimmten Rahmen frei und wählen selbst. Möchten die Kinder Techniken lernen, kommen sie in der Regel selbst zur rechten Zeit auf die Bezugsperson zu. Sie sind nicht immer im Neulernmodus, manchmal möchten sie einfach nur ausprobieren und genießen.

Alles ok

Die Kinder dürfen sich ausprobieren und dabei lernen. Sie malen hier nicht nach Bewertungskriterien, wie es unser Schulsystem vorsieht. Gehirngerechtes Lernen geschieht, wie wir Erwachsenen bereits wissen, nur aus eigenen Erfahrungen, den angenehmen und auch den etwas schwierigeren. Wir Erwachsenen lassen uns auch nicht gern belehren und tun nur Dinge, die wir für richtig halten. RICHTIG oder FALSCH versteht sich als subjektive Beurteilung.

Vertrauen

Alles was die Kinder als richtig gemalt empfinden, ist auch richtig! Die Kinder stehen im Mittelpunkt und nicht die Bilder.
Den Kindern soll das Recht erhalten bleiben, so sein zu dĂĽrfen wie sie sind, ohne dass sich die „gute“ Leistung als Belohnungs-Kriterium entwickelt. Die Kinder sind auch gut, wenn sie Fehler machen. Sie sind nicht der Fehler selbst, sondern der Fehler ist eine Erfahrung, die das Kind machen darf und damit umzugehen lernt.

Freude

Das Kind steht für sich als einzigartiges vollkommenes Persönchen
So wird das Kind nicht mit dem Ergebnis seiner Leistung identifiziert, sondern darf fĂĽr sich selbst stehen. Mit seinem eigenen GefĂĽhlsleben. Das Bild steht dann auch fĂĽr sich. Es geht um die Freude während des Tuns, nicht um das Ergebnis. Davon haben die Kinder schon genug in der Schule, in der sie leistungsbezogen bewertet werden, nicht als Mensch sondern in Form einer Note, die dann den Durchschnitt des Klassenniveaus bilden und die Leistungen der Kinder und Lehrer dann in Schubladen bewertet und abgelegt werden. Note 1 = „Du bist gut“, dann stellt sich mir die Frage, ist ein Kind ein „schlechtes“, wenn es nicht leisten kann, was verlangt wird?

Einzigartig

Kinder sind ganz unterschiedlich gestrickt, sind an verschiedenen Punkten ihrer Entwicklung, haben persönliche Erfahrungen in ihrem Leben machen mĂĽssen und wachsen in ganz individuellen Familienstrukturen auf, so dass wir Kinder in ihrer Entwicklung nicht vergleichen können. Beim Vergleichen findet man immer etwas „besseres“, jemanden der schneller rennt,  der höher springt, der besser malt, der genauer arbeitet, der besser in der Schule ist, der seine Hausaufgaben immer gleich erledigt, der sich anständig benimmt, der nicht im Dreck wĂĽhlt und im Gegensatz zum eigenen Kind schon erwachsener ist, auch gibt es einen, der schon ein Instrument ziemlich fehlerfrei spielen kann, der zusätzlich ein Ehrenamt ausfĂĽhrt, einer der brav das tut, was man von ihm verlangt. Ganz ehrlich! Ich kann das auch alles nicht! Was ist schon perfekt?
Deshalb werden Kinder an dem Punkt ihrer individuellen Entwicklung abgeholt.

Annehmen

Jegliche Aktion, jeder Schritt beim Kurs unterliegt einem ganz individuellen Prozess. Die Malstunde hier ist lediglich eine Momentaufnahme der Gefühle. Die Bilder werden nicht verbessert, wenn es für sie selbst ok ist, was sie gemalt haben und es gibt keine Ratschläge, wie es schöner aussehen könnte. Das würde den einzigartigen Selbstausdruck sowie den Lernprozess Ihres Kindes hemmen.
Fragt ein Kind, was es noch malen könnte, dann fragen Sie z. B. das Kind, was das Schmusetier des Kindes reinmalen würde!